Eine Trailstrecke im Ruhrgebiet – nichts leichter als das müssen sich die Veranstalter gedacht haben: Sand, Kies, Wurzeln, Steine, Baumstämme, ganze “Wälder”, Schnee und Matsch wurden in die Westfalenhalle gebracht und auf einem 1,2 km langen Rundkurs liebevoll arrangiert.
Wir hatten uns – unwissend was genau unter einem Indoor Trail zu verstehen ist – für die Wertung des Trail-Kings/der Trail-Queen gemeldet. Alle Teilnehmer dieser Wertung mussten dreimal an den Start: eine Sprintentscheidung, die Mittel- und die Langstrecke…
Am ersten der insgesamt drei Tage dauernden Veranstaltung standen die Sprintentscheidungen über 1,2 km auf dem Programm. Nachdem die Startunterlagen abgeholt waren ging es – für eine kleine Aufwärmrunde – auf die Strecke… Nach einigen Minuten trafen wir uns mit hochroten Gesichtern und nach Luft schnappend im Zielbereich wieder.. Nach der zweiten Aufwärmrunde wurde die verbleibende Zeit zum Start schon nicht mehr zur Rennvorbereitung sondern zur Erholung genutzt – und das nach nur 2,4 km…
Das Rennen selbst wurde als eine Art Verfolgungsrennen durchgeführt: alle 15 Sekunden durfte eine Teilnehmer auf die Strecke. Die Jagd auf den Vordermann war eröffnet! Reiner, der nur 15 Sekunden nach mir startete hatte mich schon bald eingeholt… Nach nur wenigen Minuten trafen wir uns bei Getränken im Zielbereich wieder und freuten uns auf den nächsten Tag – auf die 6 km lange Mittelstrecke…
Das Rennen vom Vortag noch in den Knochen fuhren wir Samstag erneut in Richtung Dortmund. Der nur zu gut bekannte Rundkurs musste heute fünfmal durchlaufen werden. Entspannt – wir wussten ja was uns erwartet – schlürften wir in aller Ruhe einen heißen Kaffee und beobachteten die Konkurrenten, die sich bereits auf der Strecke befanden.
Dieses Rennen wurde in 4er-Gruppen gestartet – alle 30 Sekunden ein neues Quartett! Damit die Strecke “laufbar” blieb, wurden immer wieder kurze Startpausen eingelegt. Eine gute Entscheidung, denn so hielt sich das Geschiebe und Gedränge in Grenzen.
Nach fünf Runden über Stock und Stein erreichten wir alle glücklich und ziemlich platt das Ziel – auf ins Finale…
Müde und mit einem mulmigen Gefühl (10 Runden – ach da sch…) machten wir uns am Sonntag ein letztes Mal auf den Weg nach Dortmund. Gestartet wurde – wie schon tags zuvor – in 4er-Gruppen. Auch an diesem Tag wurden immer wieder Startpausen eingelegt – eine Rechnung die diesmal nicht ganz aufging: Da alle Teilnehmer die doppelte Rundenanzahl durchlaufen mussten, wurde es zwischenzeitig ganz schön eng auf dem schmalen Rundkurs – das Anstehen vor Treppenaufgängen sorgte für die nötigen Verschnaufpausen…
Trotz oder gerade wegen der großen Teilnehmer- und somit auch Zuschauerzahl machte dieser Wettbewerb richtig Spaß: das Tempo den Streckenverhältnissen angepasst ging es in einem zügig – aber nicht wirklich schnellen Tempo – in die nächste Runde und in die nächste…
Neben den unzähligen Treppenstufen (Aua) machte das Zählen der Runden am meisten Schwierigkeiten… Schlussendlich schafften wir es mit der richtigen Rundenanzahl ins Ziel. Tagesschnellster wurde diesmal Reiner, gefolgt von Henning – der auf den letzten Runden mit einer Verletzung zu kämpfen hatte – und mir. Dank lautstarker Unterstützung von unseren Support-Team, war dies ein toller Tag. An dieser Stelle ein dickes Danke für den Support und die tollen Bilder!
Ein anstrengendes Wochenende ist mit einem großartigen Finale zuende gegangen – als Erinnerung bleibt uns nun noch ein wenig Trail, der uns bis ins Wohnzimmer mitbegleiten darf…






